Nadezda Pisareva und Georgy Tchaidze fanden als Studierende von Sergej Dorenski am Moskauer Konservatorium zusammen. Beide legten später bei Klaus Hellwig an der Universität der Künste Berlin das Konzertexamen ab. Das Duo spielt vierhändig und an zwei Klavieren; seine Programme schöpfen aus beiden Repertoires.
2017 debütierte das Duo im Oriental Art Center Shanghai, anschließend folgte eine Tournee durch sechzehn chinesische Städte mit Solo- und Duoprogrammen, 2018 eine zweite durch elf Städte. Im Konzerthaus Berlin spielten die beiden 2019 beim Festival Stravinsky Absolut! vierhändige Werke Strawinskys; 2023 kehrten sie mit einem eigenen Duoabend zurück, auf dessen Programm ebenfalls Strawinsky stand. Im Januar 2026 waren sie in Wiesbaden und Bad Homburg die Solisten in Malcolm Arnolds Konzert für Klavier zu vier Händen, gemeinsam mit dem Stuttgarter Kammerorchester, das ohne Dirigenten spielte.
L’Adoration de la terre

Das Debütalbum des Duos erschien am 8. Mai 2026 bei GENUIN classics (GEN 26968). Es stellt Strawinskys eigene vierhändige Fassung von Le Sacre du printemps neben Debussys Six Épigraphes antiques und Bartóks Két kép (Zwei Bilder) op. 10 in der Bearbeitung für zwei Klaviere von Zoltán Kocsis – drei Werke aus den Jahren 1910 bis 1915. Zwischen Mai und August 2026 wurde die Aufnahme in Deutschland, Luxemburg, Polen, Kanada und den USA besprochen. FONO FORUM widmete dem Duo in seiner Juli-Ausgabe ein Doppelporträt.
L’Adoration de la terre bei GENUIN classics →
Pressestimmen
„Die beiden widmen sich Strawinskys Klavierfassung mit klarem Blick, analytischer Präzision und gutem Timing.“
Guido Krawinkel, klassik-heute.com, 24. Juni 2026
„Die Pianisten interpretieren Strawinskys Duo-Fassung seines ‚Le Sacre du Printemps‘ mit großer Bildhaftigkeit, Spannungsreichtum, aber auch entsprechender Härte.“
Helmut Peters, PIANO News, Juli/August 2026
„Als wahre Meister im ‚Orchestrieren‘ erweisen sich Nadezda Pisareva und Georgy Tchaidze …“
THE PIANIST, Ausgabe 2/2026, Juli 2026
„… eine enorm kraftvolle, leidenschaftliche und atemberaubend präzise Wiedergabe der Quatuor-mains-Fassung …“
kultur-port.de, 25. Juni 2026

„Ihre Interpretation fällt durch viel Transparenz und Raffinement auf.“
Remy Franck, Pizzicato, 10. Mai 2026
“Here in particular, with the Pisareva-Tchaidze Duo’s perfectly synchronized rhythmic pulse and balanced dynamics, the music’s raw impulse comes through.”
Gerade hier kommt durch den genau abgestimmten rhythmischen Puls und die ausgewogene Dynamik des Duos Pisareva–Tchaidze der rohe Impuls der Musik zum Vorschein.
Jean-Yves Duperron, Classical Music Sentinel, Mai 2026
“… after a while, listeners will not miss the orchestration, so effectively do the performers advocate for it in this form.”
… nach einer Weile vermisst man das Orchester nicht mehr, so überzeugend treten die Interpreten für diese Fassung ein.
InfoDad.com, 23. Juli 2026

Fotos: Zuzanna Specjal


